Eine Starnberger Institution hätte letztes Jahr ihren 40. Geburtstag feiern könne, wenn Corona ihr keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. 1981 wurde die französische Woche aus der Taufe gehoben. Eine Kooperation der Werbe- und Interessengemeinschaft "Freundliche Einkaufsstadt Starnberg" zusammen mit der Stadt Starnberg bescherte den Bürgern unvergessliche Tage und legte damit den Grundstein für eine bis heute andauernde Erfolgsgeschichte.
Nach der Eröffnung am Donnerstag, den 20. Mai 1981, durch den damaligen Bürgermeister Heribert Thallmair standen den Besuchern am Kirchplatz zehn Verkaufsstände mit französischen Delikatessen zur Auswahl. Zu Crêpes, verschiedenen Salaten, Knoblauchbroten, Austern und Schnecken konnten die Starnberger verschiedene Weine verkosten oder ein Gläschen Calvados genießen. Daneben konnten französische Autos bestaunt, Parfüme und Kosmetika getestet und Reiseangebote nach Dinard verglichen werden.
Auch an den folgenden Tagen konnten die Bürger die französische Haute Cuisine am Kirchplatz genießen. Als Höhepunkt war für den Freitag ein Straßenfest mit der Tanz- und Showkapelle Abanda 72 sowie dem Auftritt einer Can-Can-Tanztruppe geplant. Ein Feuerwerk, gezündet vom Schlossberg, sollte den Festabend abrunden. Aber zu einer echten französischen Woche gehörte wohl schon damals mindestens ein anständiger Regentag. So musste das Straßenfest auf den nächsten Tag verlegt werden, was der Begeisterung aber keinen Abbruch tat. Laut dem Münchner Merkur bevölkerten am Samstag tausende Besucher die gesperrte Wittelsbacher-Straße und den Kirchplatz, um dort zu schlemmen, zu tanzen und zu lachen. Das abschließende Feuerwerk setzte den Schlusspunkt unter eine erfolgreiche erste Französische Woche, die in den nächsten Jahren zum festen Bestandteil im Starnberger Festkalender wurde.