Starnberg Ammersee

Der Schlossgarten Starnberg

Ein Trauerspiel mit Happy End

Auf dem aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammenden Fresko von Hans Donauer im Antiquarium der Münchner Residenz ist bereits der mit einer Mauer umfriedete Schlossgarten zu erkennen
Der Schlossgarten als Obst- und Gemüsegarten
Baracken halten Einzug im Schlossgarten
Als Zufahrt wurde eine Lücke in die Schlossmauer geschlagen
Der Schlossgarten kurz nach seiner seiner Übergabe an die Öffentlichkeit
Auf dem aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammenden Fresko von Hans Donauer im Antiquarium der Münchner Residenz ist bereits der mit einer Mauer umfriedete Schlossgarten zu erkennen
Der Schlossgarten als Obst- und Gemüsegarten
Baracken halten Einzug im Schlossgarten
Als Zufahrt wurde eine Lücke in die Schlossmauer geschlagen
Der Schlossgarten kurz nach seiner seiner Übergabe an die Öffentlichkeit

Der Schlossgarten als Ruhe-Oase

Auf dem aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammenden Fresko von Hans Donauer im Antiquarium der Münchner Residenz ist bereits der mit einer Mauer umfriedete Schlossgarten zu erkennen. Dieser ist höchstwahrscheinlich im Zuge des Baus des Sommershauses angelegt worden. Dem damaligen Stil entsprechend dürfte der Garten im italienischen Gartenstil angelegt worden sein. Um die vorhandenen Wasserspiele betreiben und das Schloss mit Wasser versorgen zu können, wurde der noch heute bestehende Wasserturm angelegt. Dieser wurde mit Wasser aus dem Siebenquellengebiet versorgt, welches mit Hilfe einer Pumpe über Bleiröhren zu seinem Ziel gelangte. Dem zuständigen Brunnwart wurde am Ende der Schlossgartenmauer ein Häuschen errichtet, welches jedoch 1876 abgebrochen wurde. Um den Schlossgarten erreichen zu können, wurde im 18. Jahrhundert das heutige Viadukt mit seinen drei Backsteinbögen errichtet.

Vom Schloss- zum Obstgarten

Mit dem Interesse an dem Schloss Starnberg schwand auch die Nachfrage nach einem wohl gepflegten Garten, so dass der Schlossgarten zusehends verfiel. 1803 wurde er zusammen mit dem Schloss an das Rent- und Forstamt abgegeben. Dieses teilte den Garten und stellte je eine Hälfte dem Vorsteher des Finanzamtes und dem Direktor des Amtsgerichts zur privaten Nutzung zur Verfügung, weshalb zeitweise ein Zaun den Garten durchschnitt. Der einstmalige Schlossgarten wurde nun zum Anbau von Obst und Gemüse genutzt.

Vom Obstgarten zur Barackensiedlung

Die Stadt Starnberg erkannte bereits in den 1930er Jahren das Potential des einstigen Kleinods und versuchte, den Schlossgarten vom Bayerischen Staat zu pachten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese vom Krieg unterbrochenen Bemühungen wurden nach 1945 fortgesetzt, jedoch konnte lange Zeit keine Einigung erzielt werden. Stattdessen zog zwischen 1969-1971 das Finanzamt mit Baracken in den brach liegenden Garten, da das Schloss renoviert und umgebaut wurde. Dem Finanzamt folgten für kurze Zeit Teile des Landratsamtes. Nach deren Auszug und dem Abbruch der Baracken war von dem einstmals herrschaftlichen Garten endgültig nichts mehr übrig. Neben den verwüsteten Grünflächen klaffte eine Lücke in der Westmauer, die als Autoeinfahrt diente.

Von der Barackensiedlung zum Schlossgarten

Angesichts des erschreckenden Zustandes intensivierte die Stadt ihre Bemühungen, den ehemaligen Schlossgarten pachten zu können, und so konnte 1973 mit dem Freistaat Bayern eine dauerhafte Überlassungsvereinbarung getroffen werden. Dennoch dauerte es noch bis 1977, ehe der Gartenbauingenieur und spätere Stadtgärtner Heinrich Ring mit der Gestaltung des Gartens beauftragt wurde. Der Umbau verschlang beinahe 200.000 DM und dauerte auch aufgrund komplizierter Untergrundarbeiten knapp zwei Jahre. Am 15. Juli 1979 konnte der Schlossgarten dann endlich der Öffentlichkeit übergeben werden.

 

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