Starnberg Ammersee

Oktoberfest in Starnberg

Wiesn im Miniaturformat

Die Besucher kamen in Scharen zum Starnberger Oktoberfest
Das Karussell wurde mit Muskelkraft betrieben.
An der Schießbude kam es auf eine ruhige Hand an.
Hochprozentiges gab es beim Wurzelsepp.
Auch eine "Völkerschau" konnte bestaunt werden.
Im Hintergrund ist das Zirkuszelt zu erkennen.
Teilnehmer der "Völkerschau"
Eine Kegelbahn war ebenfalls unter den Ständen zu finden.
Vater und Kind bei einer Fahrt mit der Seilrutsche.
Foto der Zirkus-Mannschaft.
Die Besucher kamen in Scharen zum Starnberger Oktoberfest
Das Karussell wurde mit Muskelkraft betrieben.
An der Schießbude kam es auf eine ruhige Hand an.
Hochprozentiges gab es beim Wurzelsepp.
Auch eine "Völkerschau" konnte bestaunt werden.
Im Hintergrund ist das Zirkuszelt zu erkennen.
Teilnehmer der "Völkerschau"
Eine Kegelbahn war ebenfalls unter den Ständen zu finden.
Vater und Kind bei einer Fahrt mit der Seilrutsche.
Foto der Zirkus-Mannschaft.

Das Oktoberfest zieht schon seit mehr als 200 Jahren mit seinen Attraktionen und Verköstigungen die Massen an. Auf der ganzen Welt gibt es daher Kopien des Volksfestes, die mit dem allgemein bekannten Namen für sich werben. Auch in Starnberg gab es 1921 eine Miniatur-Version der Wiesn, nachdem bereits im Vorjahr ein Probelauf geglückt war.

Veranstalter war der TSV Starnberg von 1880, der auch sein vereinseigenes Grundstück an der Brunnangerstraße zur Verfügung stellte. Schon Tage vor der Eröffnung am 10. September errichteten die Mitglieder des Vereins Zelte, Buden und Fahrgeschäfte. Auf den Fotos, die aus jenen Tagen überliefert sind, ist zu erkenne, mit welchem Aufwand die Veranstaltung aus dem Boden gestampft wurde.  Zwischen dem 10. und 12. September konnten die Starnberger mit einer Schwebebahn, einer Schiffschaukel oder einem Karussell fahren. In der Schießbude, der Kegelbahn "Runter mit dem Zylinder" oder beim Hau den Lukas waren Geschicklichkeit gefragt, während auf dem Tanzpodium die entsprechenden Beine geschwungen wurden. Für Kinder gab es außerdem einen Ballon- und Juxartikel-Stand, dessen Waren reißenden Absatz fanden. In einer "Völkerschau" konnten verkleidete Starnberger begutachtet werden, die nach heutiger Sicht recht rassistische Klischees bedienten.

Doch auch für das leibliche Wohl war gesorgt. In einem "Alt-Starnberger" Kaffeehaus wurden neben Kaffee auch Nudeln und Kuchen angeboten. In der "japanischen" Teestube "Tsching-Tschang" konnten "echt chinesischer Tee, sowie stets frisches Gebäck und Krapfen erworben" werden. In einer Würstelbraterei konnten hungrige Besucher sich schnell etwas auf die Hand holen. Besuchermagnet waren aber die beiden Bierzelte "Bräu-Rosl" und "Schottenhammel", in denen auch Kapellen die Stimmung anheizten. Nach deftigen Speisen konnte im Anschluss noch beim "Wurzelsepp" ein Verdauungsschnaps zu sich genommen werden.

Im Mittelpunkt der Festwiese stand aber ein Zirkuszelt, in welchem die Mitglieder des TSV Starnberg ihr Können zur Schau stellten. Stuhlakrobaten und Turner an Schweberingen sowie am Trapez bewiesen ihr turnerisches Können ebenso wie Seiltänzer und Luftartisten. Eine Pferdedressur stand ebenso auf dem Programm wie eine Raubtierdressur. Den Part der wilden Tiere nahmen dabei verkleidete Mitglieder des TSV ein. Bär, Tiger und Löwe folgten dementsprechend brav den Aufforderungen der Dompteurin. Zwischen den Einlagen sorgten Clowns für Kurzweile im Prublikum.

Laut der lokalen Zeitung "Land- und Seebote" war das Starnberger Oktoberfest ein voller Erfolg. Dennoch war die zweite Auflage des Volksfestes auch die letzte. Ob die bereits einsetzende Inflation oder andere Gründe eine Wiederholung im Jahr 1922 verhinderte, ließ sich leider nicht eruieren. Heute könnte eine solche Veranstaltung schon aus Versicherungsgründen wahrscheinlich nicht mehr stattfinden. Schon die selbstgebaute Schwebebahn dürfte jedem Veranstalter den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Doch macht gerade der Erfindungsgeist und die handwerkliche Finesse die heutige Faszination für solche längst vergangenen Ereignisse aus.

 

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