Auftraggeber: Stadt Starnberg, Abwasserverband Starnberger See und Wasserwerk Starnberg
Die Josef-Fischhaber-Straße liegt nordwestlich des Zentrums der Stadt Starnberg. Sie erstreckt sich von der Söckinger Straße bis zur Hanfelder Straße. Die Straße ist derzeit in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Daher beabsichtigen die Stadt Starnberg die Erneuerung des Straßenkörpers und das Wasserwerk Starnberg die teilweise Erneuerung der Wasserleitungen.
In diesem Zuge wird der Abwasserverband Starnberger See den bestehenden Schmutz- und Niederschlagswasserkanal erneuern bzw. grabenlos sanieren.
Diese Baumaßnahme umfasst die Josef-Fischhaber-Straße ab der Kreuzung Lenbachstraße bis zur Hanfelder Straße. Mit der Planung der Baumaßnahme ist das Ingenieurbüro Weisser Ingenieurgesellschaft mbH - beratende Ingenieure aus Bad Aibling beauftragt.
Erneuerung und Neugestaltung des Straßenkörpers
Aufgrund von Alter und Zustand des Straßenkörpers sowie des Gehwegs muss eine vollständige Erneuerung erfolgen, eine Sanierung nur in Teilbereichen ist nicht mehr sinnvoll.
Im Zuge der Baumaßnahme werden der Gehweg verbreitert, soweit möglich barrierefrei gestaltet und an geeigneten Stellen Querungsmöglichkeiten geschaffen. Im Bereich der Montessori-Schule wird ein verkehrsberuhigter Bereich geschaffen und die Durchfahrt durch die Straße durch das Anlegen fester Stellplatzflächen verbessert, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h bleibt auch nach der Baumaßnahme bestehen. Im Zuge des Neubaus wird ebenfalls die gesamte Straßenbeleuchtung erneuert und mit modernen LED-Leuchten versehen.
Um das anfallende Regenwasser möglichst vor Ort zu versickern, wird der Versiegelungsgrad so gering wie möglich gehalten, weshalb beispielsweise Parkflächen durchlässig gestaltet und neue Grünflächen geschaffen werden.
Erneuerung und Sanierung des Schmutz- und Niederschlagswasserkanals
Im Bereich der Baumaßname befinden sich ca. 450 m Schmutzwasserkanal und ca. 390 m Niederschlagswasserkanal. In einem etwa 160 m langen Teilbereich der Josef-Fischhaber-Straße (von Hausnummer 7a bis Nummer 27) verspringt der bestehende Schmutz- und Niederschlagswasserkanal derzeit aus der Straßenmitte zum Straßenrand/ Gehwegrand. In dieser jetzigen Lage befinden sich die Rohrleitungen im Wurzelbereich mehrerer großer Bäume. Deshalb ist in diesem Teilbereich die Erneuerung im offenen Kanalbau vorgesehen. Hierbei soll der Kanal unter Berücksichtigung der übrigen Sparten in die Straßenmitte gelegt werden.
Für die übrigen Kanalstrecken soll eine Sanierung im grabenlosen Verfahren durchgeführt werden. Bei der geschlossenen Kanalsanierung wird ein mit Harz getränkter glasfaserverstärkter Kunststoffschlauch in den Kanal eingezogen, mit Druckluft aufgestellt und mit UV-Licht ausgehärtet, sodass ein neues Rohr im Altrohr entsteht. Das Altrohr übernimmt weiterhin eine tragende Funktion, welche durch den ausgehärteten Liner unterstützt wird. Es steht vor allem die Herstellung der Dichtheit im Vordergrund.
Der Schmutzwasser- und Niederschlagswasserkanal aus der Josef-Fischhaber-Straße schließen jeweils auf den Kanal in der Hanfelder Straße an.
Da der Niederschlagswasserkanal in der Hanfelder Straße bereits an der Grenze seiner hydraulischen Leistungsfähigkeit ist, wird bei der Straßensanierung ein besonderes Augenmerk auf das anfallende Niederschlagswasser gerichtet. Dieses soll nach Möglichkeit vor Ort bewirtschaftet werden. So ist in der Planung ein Entwässerungskonzept berücksichtigt, welches den Rückhalt, die Verdunstung bzw. die Versickerung vor Ort miteinbezieht.
Hierzu werden unter anderem straßenbegleitende Entwässerungsmulden errichtet, welche das anfallende Niederschlagswasser aufnehmen, versickern, verdunsten und zeitverzögert ableiten können.
Erneuerung der Trinkwasserleitung
Im Zuge der Straßenbaumaßnahme wird die Trinkwasserhauptleitung auf der gesamten Länge neu gebaut. Sämtliche Absperrschieber und Löschwasserhydranten werden ebenfalls erneuert. Sobald die neue Hauptleitung fertig gestellt und das Trinkwasser mikrobiologisch untersucht wurde, werden die bestehenden Hausanschlussleitungen auf die neue Hauptleitung umgeschlossen. In Einzelfällen werden auch ältere Hausanschlussleitungen komplett erneuert. Das Wasserwerk Starnberg setzt sich dazu frühzeitig mit den betroffenen Anliegern in Verbindung. Während der Bauphase ist es leider unumgänglich die Wasserversorgung zumindest in Teilbereichen kurzzeitig zu unterbrechen. Die betroffenen Anlieger werden darüber rechtzeitig informiert.
Weitere Versorgungsträger
Um Synergieeffekte während der Baumaßnahme zu nutzen, werden auch weitere Versorgungsträger Ihre Leitungen in der Straße neu verlegen. Die Bayernwerk Netz wird die Stromkabel in der Josef-Fischhaber-Straße erneuern und erweitern. Auch wird durch die Energienetze Bayern GmbH die Gasleitung im Abschnitt von der Lenbachstraße bis zur Stichstraße Josef-Fischhaber-Straße saniert. Mit Blick auf die Zukunft wird auch ein Leerrohrpaket für das spätere Einbringen von weiteren möglichen Versorgungsleitungen mit errichtet.
Geplanter Bauablauf
Anfang April 2026 startet das gemeinsam beauftragte Unternehmen M. Haseitl Baugesellschaft mbH & Co. Betriebs KG aus Schongau mit der Ausführung. Die Bauarbeiten werden bis zum Jahresende 2026 andauern und sich voraussichtlich auch noch ins Frühjahr 2027 erstrecken.
Die Maßnahme wird in mehreren Bauabschnitten abgewickelt, die teilweise auch eine Vollsperrung der Straße erfordern. Die Sperrungen erfolgen abschnittsweise. Eine Zufahrt für die Rettungsfahrzeuge wird stets gewährleistet. Über die Sperrungen werden die Anwohner von der Baufirma kurzfristig informiert, jedoch sind auch die Anwohner gebeten, sich rechtzeitig selbst zu erkundigen.
Für den Hol- und Bringverkehr der Montessori-Schule wurde in der Zeppelinpromenade eine zusätzliche Haltemöglichkeit geschaffen.
Unsere Bitte an die Anlieger
Während der Baumaßnahme kommt es zu Straßenvollsperrungen und Umleitungen. Zeitweise ist mit Einschränkungen der Zufahrtsmöglichkeiten zu den Privatgrundstücken zu rechnen. Die Stadt Starnberg, der Abwasserverband Starnberger See und das Wasserwerk bitten als Auftraggeber um eine konstruktive Zusammenarbeit und gegenseitige Rücksichtnahme im Sinne aller Anlieger und Beteiligten.
Während der Kanalbauarbeiten kann es zu kurzfristigen Beeinträchtigungen bei der Abwasserableitung kommen. Die Anlieger können die Arbeiten unterstützen, indem Sie während der kritischen Arbeiten möglichst wenig Abwasser einleiten.
Bei Bedarf werden die Anlieger direkt durch die Baufirma über die Arbeiten informiert. Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns sehr. Bitte melden Sie sich bei uns, sollten Sie weitere Auskünfte wünschen.
Vielen Dank.
Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung
Für Fragen bezüglich
Straßenbau:
Herr Vogl (Stadt Starnberg), 08151/772-151 oder strassenbau@starnberg.de
Wasserleitungsbau:
Herr Gilch (Wasserwerk), 08151/55510-20 oder Wasserwerk@starnberg.de
Kanalbau:
Herr Maximilian Reich (Abwasserverband Starnberger See), 08151/44545-524 oder m.reich@av-sta-see.de