Zwischen Klang, Worten und Stille: Was sich oft nur schwer in Worte fassen lässt – Nähe und Entfremdung, das Vergehen von Zeit, die Suche nach Hoffnung in herausfordernden Momenten – davon erzählt die Münchner Sängerin und Oboistin Miriam Hanika in ihrem neuen Programm. Am 27. September ist sie mit ihrem Ensemble, dem kleinen Poesieorchester, in der Schlossberghalle Starnberg zu erleben.
Die studierte Oboistin verbindet Poesie mit einer Musik, die sich bewusst Zeit nimmt. Dabei spielen die Oboe und das Englischhorn eine besondere Rolle, für Hanika sind sie das selbstverständliche Gegenüber zu ihrer Stimme. „Während das Leben immer lauter wird, versuche ich, in der Stille etwas Kraftvolles zu finden", sagt Miriam Hanika. „Das heißt nicht, dass meine Musik immer ruhig und leise ist. Wenn ich singe, kommuniziere ich mit der Welt. Wenn ich Oboe spiele, ziehe ich mich zurück und verarbeite sie. Dieses Zusammenspiel aus Worten, Klang und Stille ist etwas, das auch meine Zuhörerinnen und Zuhörer an meiner Musik mögen."
Zwischen den Texten entstehen musikalische Räume, in denen Gedanken weiterwirken dürfen. Die Oboe und das Englischhorn werden dabei zu eigenständigen Stimmen, manchmal wie eine Verlängerung des Gesangs, manchmal wie ein innerer Monolog.
Mit ihrem „kleinen Poesieorchester" hat Hanika dafür eine Besetzung gefunden, die diese musikalischen Zwischenräume besonders gut hörbar macht. Elisa von Wallis am Cello und am Bass, Misha Antonov am Piano und an der Ukulele sowie Simon Popp an Schlagzeug und Percussion begleiten sie und wechseln dabei selbstverständlich zwischen verschiedenen Instrumenten und Klangfarben. So entsteht eine Musik, die sich nicht eindeutig einem Genre zuordnen lässt, sondern zwischen Lied, Kammermusik, Jazz und Art-Pop ihren eigenen Weg sucht.
Im Mittelpunkt steht Hanikas neues Album „Licht", das sie in Starnberg noch vor seiner Veröffentlichung präsentiert. Der Titel ist dabei keine fertige Antwort, sondern eine Haltung: ein Versuch, auch in einer Zeit der Zerstreuung und Überforderung nach dem zu suchen, was uns wirklich trägt.
Miriam Hanika ist Preisträgerin internationaler Kammermusikwettbewerbe. Ihr zweites Album „Louise" wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert, 2021 erhielt sie das Musikstipendium der Stadt München, 2024 den Förderpreis für junge Liedermacher der Hanns-Seidel-Stiftung. Seit drei Jahren ist „Die Dichterin mit der Oboe" (Süddeutsche Zeitung) deutschlandweit mit ihrem Ensemble auf Tour. Mit „Licht" führt sie ihren musikalischen Weg weiter – und lädt ihr Publikum dazu ein, für einen Abend aus der Lautstärke des Alltags herauszutreten und genau hinzuhören.
Sonntag, 27. September 2026
Miriam Hanika & das kleine Poesieorchester: „Auf der Suche nach dem Licht"
Beginn: 18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)
Großer Saal, Schlossberghalle Starnberg (Vogelanger 2, 82319 Starnberg)
Kartenpreise:
Ticketpreis: 22,00 Euro
Jugendtarif: 17,00 Euro (für Jugendliche bis 25 Jahre)
Ehrenamt: 17,00 Euro
Karten sind online über rausgegangen und reservix erhältlich, oder vor Ort bei der Schlossberghallenverwaltung 08151 772 170 || schlossberghalle(at)starnberg.de