Starnberg Ammersee

Malerisch!

19.09.2021—06.03.2022

Historische Villen und Landhäuser prägen bis heute die Landschaft rund um den Starnberger See. Das gesellschaftliche Leben in den Sommerhäusern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist zugleich ein bedeutendes Stück Kulturgeschichte. Die Ausstellung „malerisch! Künstler und Villen am Starnberger See“ vermittelt einen gleichsam privaten Blick in Salons und Gärten von Adligen, Großbürgern und nicht zuletzt auch von Künstlern.

Die Ausstellung basiert auf dem Buch „Sehnsucht Starnberger See. Villen und ihre berühmten Bewohner im Porträt“ (Allitera 2021) und entsteht in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorikerin Katja Sebald. Der Fokus der Ausstellung liegt auf 14 Villen, die von Künstlern bewohnt, besucht oder gemalt wurden. Zu sehen sind berühmte und weniger berühmte Gemälde, die historische Villen oder ihre Bewohner darstellen, aber auch Bilder, die seit vielen Jahren in privaten Räumen hängen und noch nie öffentlich gezeigt wurden.

In der ersten Wahrnehmung ein „Kunstsalon“, vereint die Ausstellung Gemälde von größtem kunsthistorischen Wert und Bilder, die vor allem als Zeitdokumente wertvoll sind. Sie zeigen Freundschaften zwischen Künstlern und ihren Auftraggebern auf, sie erzählen von Besuchen, von Sommeraufenthalten und von Festlichkeiten rund um den See – und nicht zuletzt von gesellschaftlichen Konventionen. So ist die Tatsache, dass nur zwei Künstlerinnen in dieser Ausstellung vertreten sind, vor allem dem Umstand geschuldet, dass Frauen bis ins 20. Jahrhundert eine akademische Ausbildung verwehrt war.

Zu sehen sind rund vierzig Gemälde von verschiedenen Leihgebern, darunter auch aus dem Münchner Lenbachhaus das von Lovis Corinth 1899 in Bernried gemalte „Frühstück in Max Halbes Garten“ sowie „Das Wohnhaus des Künstlers in Ammerland“ von Gabriel von Max, das gleichsam exemplarisch für das sommerliche Lebensgefühl am See steht. Hochkarätige Leihgaben, unter anderem von Johann Jakob Dorner, Wilhelm Trübner und Franz von Lenbach, kommen aus Privatbesitz. Das Museum Starnberger See kann zahlreiche Exponate aus den eigenen Beständen beisteuern und eine Neuerwerbung erstmals vorstellen.

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