Starnberg Ammersee

Kulturretter erwerben Kunstwerke

Wer am Mittwoch, 29.07.2020 nahe dem Undosa seine Badehose auspackte, wurde von einer
außergewöhnlichen Kunst-Aktion überrascht. Pünktlich zum Pressetermin um 10 Uhr
legte die große Tauchfähre der Bundeswehr am Steg südlich des Undosa-Geländes
an. An Bord ein großer Kran, an dem bereits die Stahlkiste des Projekts „Ins Wasser
gefallen“ samt 350 kg schwerem Ankerstein hängt. Fotograf*innen der Presse sowie
ein Kamerateam und zahlreiche Smartphones lichteten ein letztes Mal die wasserdicht
verschweißte Kiste aus der Nähe ab, bevor die symbolträchtige Aktion begann. Mit
einer imposanten Performance wurde die Kiste in den Tiefen des Sees versenkt und
auf knapp 10 Meter am Grund professionell befestigt. Die Position ist nun mit einer
pinkfarbenen Boje samt Fahne markiert und zeigt mit der Aufschrift "Kunst Kultur",
worum es bei dieser Aktion eigentlich geht: hier ist ein Schatz untergegangen und
dieser will wieder geborgen werden. Dazu hat das kunstinteressierte Publikum nun
eine Woche Zeit, indem es eines der 20 Kunst- und Kulturpakete kauft, die im Innern
der Kiste am Grund des Starnberger Sees verborgen liegen.

Idee, Konzept und Umsetzung der Aktion kommt von einem Dreier-Team:
Kulturreferentin Petra Brüderl/Stadt Starnberg, Regionalmanagerin Daniela Tewes/
gwt Starnberg und Künstlerin/Grafikdesignerin Gesine Dorschner. Sie haben mehr
Sichtbarkeit für Kunst und Kultur als Ziel für die symbolische Versenkung ausgegeben
und wollen mit der Aktion – trotz Corona – kreative Ideen regionaler Künstler*innen
präsentieren. Jede/r von ihnen steht stellvertretend für eine Facette der Kulturbranche
und möchte auch anderen Kreativen und Kulturschaffenden weiterhin Mut machen.
Aber auch das Publikum möchten die drei Initiatorinnen des Projekts motivieren: mit
dem Kauf der Angebote kann man nun selbst zum „Kulturakteur“ werden, neue
Kultur-Räume erschaffen und gemeinsam mit Freunden oder Nachbarn
Gartenkonzerte oder Straßenaktionen organisieren.

Starnbergs Bürgermeister Patrick Janik ist jedenfalls schon jetzt ein großer Fan der
Aktion und gwt-Geschäftsführer Christoph Winkelkötter legte seine anfängliche
Skepsis auch schnell ab, als er die Begeisterung der Beteiligten zu spüren bekam.

Beide begrüßten die geladenen Gäste bei diesem besonderen Ereignis, das aufgrund
der Corona-Bestimmungen, nur als geschlossene Veranstaltung durchgeführt werden
konnte.

Am 5. August wurde die Kiste wieder an die Oberfläche geholt und die Kunstwerke wurden an die Käufer übergeben. Erster Bürgermeister Patrick Janik und Landrat Stefan Frey erworben die Kiste und spendeten sie an das Museum Starnberger See.   

Weitere Details findet man auf der Webseite www.ins-wasser-gefallen.de sowie auf
den gleichnamigen Facebook- und Instagram-Netzwerken.

Wer steht hinter der Aktion?

„Ins Wasser gefallen“ ist eine Kooperation zwischen dem Regionalmanagement der
gwt Starnberg und dem Kulturamt der Stadt Starnberg, gemeinsam mit dem
Designbüro Gesine Dorschner.

Auch Erster Bürgermeister Patrick Janik und Landrat Stefan Frey erhielten ein Zertifikat als Kulturretter und spendeten die Kiste, in der sich die Kunstwerke befanden, dem Museum Starnberger See.
Diese Website verwendet Cookies

Wenn Sie der Cookie-Nutzung zustimmen, können wir unsere Inhalte nach Ihren Bedürfnissen gestalten. Jegliche Auswertung erfolgt anonymisiert. Mehr Informationen über Cookies und die Option, der Cookie-Verwendung zu widersprechen enthält unsere Datenschutzerklärung.

Verstanden & Akzeptiert
Mehr Infos
Bitte beachten Sie:
Wegen der aktuellen Situation können persönliche Gespräche nur mit vorheriger Terminvereinbarung stattfinden (Tel. 08151/772-0).
Nutzen Sie auch gerne unsere Online-Bürgerdienste.